Kappensitzung 2009
Das Kurhaus war fest in Narrenhand. Der Carneval-Verein Camberg (CVC) hatte zur Kappensitzung geladen, und Präsident Willi Leisengang begrüßte nach dem Einzug des närrischen Ministeriums die Narren zu einer gut vierstündigen Kappensitzung. Bevor die Tanzmäuse des CVC die Bühne eroberten, erfolgte noch der Einzug des Prinzen und der Cambergia in den prächtig geschmückten Saal. Beide hießen die Narrenschar willkommen und gaben die Bühne frei für die kleinen Tanzmäuse, die den bunten Reigen nach dem Motto «Fußballer des CVC», eröffneten und zeigten, was sie gemeinsam mit ihren Trainerinnen Ivonne Göbel und Monika Abendroth einstudiert haben. Riesenapplaus und eine heftigst geforderte Zugabe waren die Belohnung für den tollen Auftritt.
Bürgermeister Wolfgang Erk ließ es sich nicht nehmen, selbst in die Bütt zu steigen und zur Freude der Narrenschar das Geschehen in den einzelnen Stadtteilen aufs Korn zu nehmen, so gekonnt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Die «Altstadtfüchse» philosophierten über die baulichen Fortschritte bzw. Nichtfortschritte in der Kurstadt, und Jeannine Göbel plauderte über den Fastnachtsnachwuchs aus dem heimischen Nähkästchen. Sie schilderte wie es ist, in einer fastnachtsverrückten Familie zu leben. Als nächstes ließ die Tanzgruppe des Wintersportclubs, «Deja Vu», unter der Leitung von Jennifer und Jessica Tobien das Stimmungsbarometer steigen. Die jungen Damen wirbelten zu «When Freaks become Friends» über das Parkett, dass es eine Freude war. Natürlich kamen auch sie ohne Zugabe nicht von der Bühne. Bevor Pia Mackert in ihrem Vortrag die richtige Benutzung des «stillen Örtchens» erklärte, wurden vom Präsidenten einige langjährige CVC-Mitglieder geehrt. Dann ging ein Raunen durch das Publikum, denn ein «Traum in Blau» begehrte Einlass, das CVC-Männerballett, das von Jesamine Tengler trainiert wurde. Der Saal tobte, Riesenapplaus und Zugabe-Rufe ohne Ende, und als die kessen «Funkenmariechen» zur Zugabe mit «Puscheln» auf der Bühne wirbelten, gab es kein Halten mehr und man bekam einen Vorgeschmack, was beim Männerballett-Festival am kommenden Freitag um 20.11 Uhr im Kurhaus los sein wird. Stadtverordneten-Vorsteher Walter Becke berichtete über das Rentnerdasein, bevor «die Traddeler» Helmut Thies, Markus Ickenroth, Christoph Schmidt, Oliver Beyer und Roland Schmidt davon erzählten, wie es ist, wenn nichts in die Gänge kommt und alles so seine Zeit braucht. Leichtes Mitgefühl erzeugte der geplagte Mann, Winfried Knechtel, der bei den Männern zustimmendes Nicken erntete.
Die «Timpanis», die Twirlinggruppe des CVC, begeisterten mit ihrer Darstellung des Lebens auf dem Marktplatz, und die neun jungen Damen wurden nicht ohne Zugabe entlassen, sichtlich zufrieden verließen sie mit ihrer Trainerin Ivonne Göbel die Bühne. Zu vorgerückter Stunde berichtete Bernd Bay noch vom frustrierten Rentner, und «Stadtsänger» Benni Thuy sorgte mit seinem Gesangs-Vortrag für einen prima Abschluss dieses gelungenen Abends, der ganze Saal sang mit, allen hat es gefallen, und der Abend war noch lange nicht zu Ende. (Helmut Volkwein, NNP)


Närrisches Ministerium Bergrüßung durch Prinz und Cambergia
"Fußballer des CVC" Tanzmäuse des CVC Der Bürgermeister
"Fastnachtsnachwuchs"
Jeannine Göbel
"Bob der Baumeister" Altstadtfüchse Déjà Vu (WSC)
"Stille Örtlichkeit"
Pia Mackert
"Ein Traum in Blau" CVC-Männerballett"
"Die Traddeler" Helmut Thies und Kameraden
"Rentnerdasein"
Walter Becke
"Das Leben auf dem Marktplatz" CVC Showtanz-Twirling-Girls
"Ein geplagter Mann" Winfried Knechtel
"Der frustierte Rentner"
Bernd Bay
"Camberger Stadtsänger"
Benni Thuy
Fotos: Helmut Volkwein (NNP), Jürgen Müller (Lokalanzeiger)
Wir danken den Vertretern der Presse für die Überlassung der Fotos.