Kappensitzung 2008
Über vier Stunden närrisches Treiben in der Narhalla des Bürgerhauses präsentierte der Carnevalverein Camberg bei seiner Kappensitzung. Zunächst begrüßten Prinz Christoph I. und Cambergia Lena Katharina Elisabeth I. samt Hofstaat ihre närrischen Untertanen. Dann betraten die jüngsten Akteure des Abends die Bühne. Die Tanzmäuse des CVC begeisterten mit einem süßen Clownstanz das Publikum, gefolgt von Jeannine Göbel, die aus dem Nähkästchen plauderte und köstliche Details von den „Do it yourself"-Versuchen ihrer Eltern beim Renovieren des Schlafgemachs berichtete. Elferratspräsident Willi Leisengang nutzte. anschließend eine kleine Pause, um Bürgermeister Wolfgang Erk (SPD) von der Narhalla aus gute Besserung zu wünschen und seiner Frau Susanne einen speziellen CVC-Genesungstropfen mit zu geben. Die Tanzgruppe „Cassiopaya" des WSC lehrte mit tollen Kostümen und einer mitreißenden Choreographie zu einem Medley des Musicals „Tanz der Vampire" die Zuschauer das angenehme Gruseln, bevor Wolfgang Herber aus der Zukunft kam und als „Einer aus 2100" seine Vorstellung beschrieb, wie unsere Welt dann wohl aussehen könnte. Nach diesen teilweise düsteren Prognosen kam der Vortrag von Stadtverordnetenvorsteher Walter Becke gerade recht. Als „Der Sponsor" verbreitete er Zuversicht. Ob für persönliche Wünsche oder politische Großtaten, er bot für alles seine finanzielle Unterstützung an. Für eine riesige Schweinerei sorgten dann Irmgard Abend, Ivonne Göbel, Doris Lawaczeck, Barbara Schmidt und Christine Leisengang mit ihrer Showeinlage „Der Frosch im "Wutzestall". Die Kostüme waren einfach toll. Viele Lacher erhielten auch die „Altstadtfüchse". Ihr Fernsehsender „CAM-SAT 11" berichtete exklusiv aus der Kurstadt und traf mit vielen Anekdoten den Nagel auf den Kopf. Ob Wartezeiten für Termine beim örtlichen Orthopäden, die Dauer des Ausbaus der Bächelsgasse, die Altstadtsanierung oder die Verlagerung der Post, alles wurde humorvoll beleuchtet. Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos das Männerballett des Elferrats. Als Gardemädchen verkleidet schmissen die Herren die Beine, dass es eine Freude war, ein wirklicher „Traum in Blau". Ex-Prinz Winfried Knechtel stellte exemplarisch an CVC-Altpräsident Michael Lottermann seine Arbeit als "Altbausanierer" dar und hatte mit seinen Vorschlägen für die körperliche Rund-um-Renovierung die Lacher auf seiner Seite. „Timpani", die Showtanz- und Twirlinggirls des CVC, wirbelten gekonnt ihre Stöcke herum und sorgten mit ihren wunderschönen Piratenkostümen und einem tollen Tanz für Stimmung. „Einmal und nie wieder", das war das Fazit von Irmgard Abend, die mit köstlicher Mimik von den Strapazen eines Bergurlaubs berichtete und sich darin bestätigt sah, doch lieber wieder ans Meer zu fahren. Die sechs Gardemädchen des CVC präsentierten ihren Gardetanz, dann war es auch schon Zeit für die letzte Nummer des Abends. Helmut Thies und sein Feuerwehrchor stellten musikalische ihre Arbeit vor und wussten auch so einiges über die Camberger Geschehnisse des vergangenen Jahres zu berichten. Und nach vielen Jahren konnte das närrische Publikum den Abend endlich wieder mit der „Camberger Nationalhymne" ausklingen lassen: Beim Lied „Äbbelwoi un' Scheibebroi" wurde noch einmal kräftig gesungen, geschunkelt und geklatscht, bis das närrische Finale in einer langen Polonaise endete. (Julia Schlösser, NNP)
Bergrüßung durch Prinz
und Cambergia
"Clowns"
Tanzmäuse des CVC
"Do it yourself"
Jeannine Göbel
Cassiopaya
"Einer aus 2100"
Wolfgang Herber
"Der Sponsor"
Walter Becke
"Der Frosch im Wutzestall"
CVC-Frauen
"CAM-SAT 11"
Altstadtfüchse
"Ein Traum in Blau"
CVC-Männerballett"
"Ein Altbausanierer"
Winfried Knechtel
"Piraten"
CVC Showtanz- und Twirling-Girls
"Einmal und nie wieder"
Irmgard Abend
"Gardetanz"
CVC Garde
"Ein Feuerwehrmann"
Helmut Thies und Kameraden
Fotos: Manfred Disper (Camberger Anzeiger), Jürgen Müller (Lokalanzeiger),
Jeannine und Ivonne Göbel (CVC)

Wir danken den Vertretern der Presse für die Überlassung der Fotos.